Element of Crime machen seit fast 40 Jahren Musik. Ein Ehepaar würde man spätestens jetzt um Tipps bitten: Wie streitet man gut? Wer hat wirklich das Sagen?
Heute ist der CD-Verkauf nicht mehr besonders relevant und im Vergleich zur letzten Platte auch nicht mehr aussagekräftig, weil da jetzt alles drunter und drüber geht und das Streaming die physischen Tonträger immer mehr zurückdrängt. Regener: Das Gute ist aber auch, dass man bestimmte Ängste nicht mehr zu haben braucht. Regener: Musik hat viel mit Gefühl zu tun und es ist doch problematisch, die Leute bei ihren Gefühlen zu packen und das dann politisch umzumünzen. Man weiß, man hat ein gutes Album gemacht, aber was man nicht weiß, ist, ob das Publikum seit dem letzten Album noch dabei ist. Aber in einer Zeit, in der sich die Plattenindustrie so rasant wandelt, hat man ja kaum noch Kriterien, an denen man sich orientieren kann. Das eine ist dann zu dumpf und schlagwortartig und das andere ordnet sich etwas unter, was mit ihm nichts zu tun hat. Aber wenn es mit der Musik nicht mehr funktionieren würde, dann wäre es bedrohlich. Und eigentlich ist es auch nicht besonders nett. Die Radikalität, mit der Leute etwas behaupten und die Radikalität, mit der man dem etwas entgegensetzen kann, sind guter Stoff für Songs. Bei Solokünstlern, die sich dann phasenweise Bands dazuholen, wie Elvis Costello, ist das ja okay, aber wir folgen eher einer Bandidee, wie man sie von den Beatles oder den Rolling Stones kennt. Aber wenn das so gewesen wäre, wäre es auch okay gewesen. Regener: Ich würde das nicht ganz so wörtlich nehmen, aber vielleicht wenn man eine soziopathische Neigung entwickelt und denkt: Jetzt ist auch mal Schluss mit der Scheiße?
Am Freitag veröffentlichen „Element of Crime“ ihr neues Album „Morgens um vier“. Sänger Sven Regener über seine Sehn...
Musiker und Autor Sven Regener über seine Ausflüge in den Jazz, die Irrelevanz des Alters, das neue Album von Element of Crime – und warum er seine Band nie ...
Das ist es! Aber überhaupt ist bei diesem Wien-Besuch manches anders. Das war stark.“
Musik und Text sind bei Element of Crime eng miteinander verwoben. Auf dem neuen Album „Morgens um vier“ erfüllt sich die Band zudem lang gehegte Wünsche, ...
Fragen zu seiner Person nerven ihn. Lieber spricht der Frontman von Element of Crime und Erfinder von Herrn Lehmann über Klimademos, Humor und Liebeslieder.
"Morgens um vier" heißt es, und es vereint zehn Songs im typisch verschrammelt-melancholischen Element of Crime-Sound. Studioalbum von Element of Crime vorzustellen, das am Samstag rauskommt. Seit beinahe 40 Jahren ist er Sänger, Gitarrist und Trompeter bei der deutschen Folkrock-Band Element of Crime, mit den Büchern rund um Herrn Lehmann landete er gleich mehrere Bestseller, er arbeitet für das Theater und tourt nebenbei mit seinem eigenen Jazz-Projekt durch die Lande.
Wie schreibt Sven Regener Songs? Erst die Musik, dann der Text oder umgekehrt? Der Autor und Musiker gibt Auskunft.
„Wir freuen uns über die Texte, wir sind Fans von den Texten“, sagte er der dpa. „Ich habe keine Notizbücher, ich habe nichts, wo ich Ideen notiere und die dann später verwende“, sagte der 62-Jährige. „Bei Songs ist es nochmal anders, da ist immer zuerst die Musik und dann muss ich ja den Text finden, wenn die Musik so weit fertig ist.