Patricia Schlesinger tritt nun auch als RBB-Intendantin zurück, aus Rücksicht auf den Sender. Aber dient sie diesem wirklich, wenn sie Schuld bei anderen ...
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Die umstrittene Medienmanagerin Patricia Schlesinger ist mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als RBB-Intendantin zurückgetreten. Das teilte der Rundfunk ...
Manche bringt das aber an den Rand der Verzweiflung. Am Montag kommt der Rundfunkrat des Senders zu einer Sondersitzung zusammen - diese war bereits vor dem Rücktritt Schlesingers anberaumt worden. Dieser Aufgabe muss sich der rbb mit aller Kraft widmen können. Dem dürfen Vorwürfe gegen mich nicht im Wege stehen.“ Das gab ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag gegenüber dem „Tagesspiegel“ bekannt. Ermittelt wird gegen Schlesinger, ihren Mann, Ex-„Spiegel“-Journalist Gerhard Spörl, und gegen den bisherigen RBB-Verwaltungsratschef Wolf-Dieter Wolf. Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft noch keinen Anfangsverdacht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht unter hohem Rechtfertigungsdruck, der rbb beweist linear und non-linear jeden Tag, warum er für die Gesellschaft unverzichtbar ist.
Dubiose Beraterverträge und teurer Dienstwagen: Erst musste Patricia Schlesinger ihre Posten als ARD- und RBB-Chefin räumen. Jetzt wird...
Zuerst trat sie als ARD-Vorsitzende zurück, dann als Intendantin des RBB. Patricia Schlesinger hat die Reißleine gezogen. Für den Dienstwagen anfallende Steuern soll der RBB auch beglichen haben, der „Jahresbonus“ für das Jahr 2021 belief sich für Patricia Schlesinger angeblich auf 20.000 Euro. So berichtet es der „Business Insider“. Auch sollen die vermeintlichen Geschäftsessen im Privathaus Schlesingers falsch abgerechnet worden sein. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Frank Überall, begrüßte Schlesingers Rücktritt. „Es war der richtige Schritt“, sagte er im rbb24 Inforadio. Ein Schuldeingeständnis sei dies nicht, es gelte „zumindest juristisch die Unschuldsvermutung“. Nur sei die „mangelnde Transparenz“ von Schaden gewesen. „Mit dem Rücktritt von Frau Schlesinger ist der Fall nicht beendet“, sagte der Vorsitzende des Hauptausschusses, Daniel Keller (SPD). „Jetzt geht die Aufklärung erst los.“ Eingeladen sei auch die Vorsitzende des Rundfunkrats, Friederike von Kirchbach. Auch sie hatte die erste Einladung der Parlamentarier nicht angenommen, der im Zentrum der Vorwürfe stehende Verwaltungsratsvorsitzende des RBB, Wolf-Dieter Wolf, war ebenfalls ferngeblieben. Das obliege den Gremien des RBB, doch biete die anstehende Novellierung des Staatsvertrags die Chance, Transparenz und Kontrolle zu stärken. Der stellvertretende Bundessprecher der AfD, Stephan Brandner, nutzte den Skandal, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk infrage zu stellen. Patricia Schlesinger ist gerade erst von ihren Ämtern als ARD-Vorsitzende und RBB-Intendantin zurückgetreten. Sie kündigte an, es sich zur Aufgabe zu machen, zur Aufklärung der Vorwürfe beizutragen. Neben den Vorwürfen der Vetternwirtschaft und des Verstoßes gegen Compliance-Richtlinien wird sich Schlesinger auch für verschiedene offenbar zur Gewohnheit gewordene Verhaltensweisen rechtfertigen müssen, die auf Gebührenverschwendung hindeuten. Der RBB dementiert. Diesmal geht es um eine 650.000 Euro teure Neuausstattung der Intendantinnen-Etage im Funkhaus; um die Sondergenehmigung, den Dienstwagen samt Chauffeur auch privat zu nutzen, was angeblich auch bedeutete, dass sich Schlesingers Ehemann fahren ließ, etwa zur Messe Berlin, wo er als Berater engagiert worden war. „Vielleicht ist auch ein kompletter Neuanfang notwendig.“ Der Medienbeauftragte der Brandenburger Landesregierung, Benjamin Grimm (SPD), sagte, Schlesingers Rücktritt sei „unausweichlich“ gewesen. Der Rundfunkrat hatte für Montagnachmittag eine Sondersitzung anberaumt, bei der Schlesinger hätte gewärtigen müssen, zum Rücktritt gedrängt zu werden. Beim RBB seien grundlegende Reformen notwendig, sagte der SPD-Politiker Keller. Es gehe um wirksame Kontrollen. Man werde sich den RBB-Staatsvertrag genau ansehen.
Bereits am Donnerstag war Patricia Schlesinger wegen anhaltender Vorwürfe als Vorsitzende der gesamten ARD-Gemeinschaft zurückgetreten.
In der Affäre um die zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger hat sich jetzt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
In der Affäre um die zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger führt die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren. Ein Sprecher der Berliner Behörde bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, dass von Amts wegen ermittelt werde. Schlesingers Ehemann bekam auch Aufträge von der landeseigenen Messe Berlin. Der Sprecher verwies darauf, dass es zwischenzeitlich neue Veröffentlichungen gegeben habe.
Patricia Schlesinger hat dem RBB-Rundfunkrat am Sonntag ihren Rücktritt als Intendantin angeboten, nachdem sie bereits am Donnerstag als ARD-Chefin ...
In ihrer Rücktrittsmail an den Rundfunkrat des RBB, die Business Insider vorliegt, schreibt sie jedoch, dass sie bereit sei, die Ankündigungsfrist zu verkürzen. „Ich bin gerne bereit, diese Ankündigungsfrist im gegenseitigen Einvernehmen mit dem RBB zu verkürzen, wenn sichergestellt ist, dass es sich dabei um einen vertragsgemäßen Verzicht im Sinne des § 8 Ziffer 3 lit b) handelt. Nach Informationen von Business Insider steht bei Schlesinger jetzt eine ähnlich hohe Vergütung im Raum. Sollte Schlesinger ebenfalls 60 Prozent ihres letzten Gehaltes als Pension beziehen, würde sie rund 15.000 Euro pro Monat bekommen. Die Pension würde sie ab dem 65. Denn: In ihrem Vertrag, der eigentlich bis 2026 gehen sollte, ist eine sechsmonatige Ankündigungsfrist festgehalten. Aktuell bezieht Schlesinger noch ihr normales Gehalt und würde das trotz Rücktritt bis zum 28. Auslöser waren Recherchen von Business Insider. Dabei ging es unter anderem um den Verdacht auf Spesenbetrug, Beraterverträge für ihren Ehemann und eine Luxus-Renovierung ihrer Chefetage.
DJV-Chef Frank Überall hat den Rücktritt von RBB-Intendantin Patricia Schlesinger begrüßt. Dies sei nicht das „Ende der Fahnenstange“, sagte er.
„Vielleicht ist auch ein kompletter Neuanfang notwendig“, meinte Keller. Einzelheiten dazu wollte er zunächst nicht nennen. Notwendig seien nun grundlegende Reformen beim RBB, sagte Keller. Dabei gehe es um wirksame Kontrollen und eine Stärkung des Verwaltungsrats. „Wir werden uns dazu den RBB-Staatsvertrag genau ansehen“, kündigte Keller an. Trotz ihres Rücktritts als Intendantin will der Hauptausschuss des Brandenburger Landtags Patricia Schlesinger unterdessen zu den Vorwürfen hören. Die Einladungen zu der Sondersitzung am Dienstag kommender Woche würden aktuell verschickt, sagte der Ausschussvorsitzende Daniel Keller (SPD) am Montag auf Anfrage. „Mit dem Rücktritt von Frau Schlesinger ist der Fall nicht beendet“, sagte Keller. „Jetzt geht die Aufklärung erst los.“ Eingeladen zu der Sitzung würden auch der Verwaltungsrat und die Vorsitzende des Rundfunkrats, Friederike von Kirchbach. Patricia Schlesinger war nach ihrem Rücktritt als ARD-Vorsitzende am Wochenende auch als RBB-Intendatin zurückgetreten. Der „Business Insider“ hatte Vorwürfe gegen Schlesinger Ende Juni ins Rollen gebracht: Es geht um fragwürdige Beraterverträge zu einem inzwischen auf Eis gelegtes RBB-Bauprojekt, einer Gehaltserhöhung für Schlesinger auf gut 300.000 Euro und ein zusätzliches, zuvor öffentlich nicht bekanntes Boni-System. Außerdem geht es um angebliche Essen mit „Multiplikatoren“ auf RBB-Kosten in ihrer Privatwohnung, einen luxuriösen Dienstwagen, für den es einen sehr hohen Rabatt gegeben haben soll, und einen teuren Umbau der Chefetage im RBB. Berlin. Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), hat den Rücktritt von RBB-Intendantin Patricia Schlesinger begrüßt. „Wir haben über das Wochenende erlebt, dass immer neue Vorwürfe kommen und das ist nach meinen Informationen auch noch nicht das Ende der Fahnenstange. Insofern war es jetzt der richtige Schritt, um Schaden vom RBB und auch seinen Mitarbeitenden – und auch insgesamt von der ARD und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuhalten“, so Überall. Im RBB-Interview sagte der DJV-Chef weiter, dass der Rücktritt aber keinem Schuldeingeständnis gleich komme: „Es gilt natürlich auch zumindest juristisch die Unschuldsvermutung. Nur: die mangelnde Transparenz, die hat nicht wirklich gut getan.“ Überall nannte die Auswirkungen der Vorgänge auf die Öffentlichkeit „verheerend“. Er habe es noch nie erlebt, dass sich die Freienvertretung und auch der Personalrat nicht nur kritisch geäußert haben, sondern an die Öffentlichkeit wandten.