Anke Engelke

2022 - 6 - 6

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Image courtesy of "FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung"

Das Komische ist das Politische (FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Carolin Kebekus versteckt ihre feministische Agenda nicht. Das ist neu im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Am Pfingstmontag veranstaltet...

Am Pfingstmontag veranstaltet Carolin Kebekus in Köln zudem das „DCKS Festival“, bei dem nur Künstlerinnen auftreten werden: Musikerinnen wie Ebow oder die No Angels, Kolleginnen wie Hazel Brugger, Aktivistinnen wie Auma Obama, bekannte und noch nicht so bekannte Namen. Es geht darum, Platz zu beanspruchen, und das geht nicht ohne Strategie. Und Geräusche. Und immer donnerstagabends im Ersten und danach quer durch alle Regionalprogramme. Weswegen man sich die schönen Ideen, die Kebekus und ihre Redaktion sich ausgedacht haben, jeden Abend auf einem anderen Kanal noch mal anschauen kann. Eine denkbare Antwort hätte aber auch „öffentlich-rechtliche Late-Night-Moderatorinnen“ sein können: Weil es außer Carolin Kebekus bislang keine andere Frau geschafft hat, sich mit ihrer eigenen Show auf Dauer in ARD oder ZDF zu halten. Beim ersten Mal hatte Kebekus noch ihre Konkurrenz (Anke Engelke, Teddy Teclebrhan) mit Verdauungsgeräuschen zur Verzweiflung gebracht, diesmal scheiterte sie dann konsequenterweise selbst an ihrem eigenen Spiel. Und musste in der fünften Folge gehen, weil sie so über Christoph Maria Herbst lachte, dass alle anderen vor Glück mitlachten. Die Kölnerin ist jetzt schon zum zweiten Mal in dieser sechsstündigen Foltercomedyshow auf Amazon Prime dabei gewesen – aus der rausfliegt, wer lacht. „Die Caroline Kebekus Show“, kurz DCKS, läuft jetzt schon im dritten Jahr, immerhin.

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