LANGENSTEIN. Mit einem Gedenkakt am ehemaligen Appellplatz in Gusen am Vorabend des 77. Jahrestages der Befreiung erinnerte die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ...
In Zusammenarbeit mit Ars Electronica Linz wurden im Anschluss an den Gedenkakt am ehemaligen Appellplatz im Rahmen von #eachnamematters, einer aufwendigen Licht- und Klanginstallation, die Namen der Toten des KZ-Systems Mauthausen-Gusen an die Außenmauer des Gusen Memorial in der Gemeinde Langenstein projiziert und verlesen. Damit ist der Grundstein gelegt, der Würde und der Bedeutung des Ortes angemessen zu gedenken“, so Bundespräsident Alexander Van der Bellen. „Wir sehen der Aufgabe, die Gedenkstätte neu zu gestalten, mit vielen Hoffnungen und Ideen entgegen. Mit dem Gedenkakt, der in dieser Form das erste Mal stattgefunden hat, signalisierte die Republik Österreich, dass sie ihrer Verantwortung für ein würdiges Gedenken an das Konzentrationslager Gusen und dessen Opfer nachzukommen bereit ist. Mai, dem Vorabend des Jahrestags der Befreiung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen, gedachten Vertreter der Opferländer und Opfergruppen, Überlebendenorganisationen und regionale Gedenkinitiativen gemeinsam mit der österreichischen Staatspitze am ehemaligen Appellplatz des Konzentrationslagers Gusen der Toten des Lagersystems Mauthausen. Der Appellplatz wurde vor kurzem von der Republik Österreich gemeinsam mit weiteren Grundstücken am ehemaligen Lagergelände angekauft. Jahrestages der Befreiung erinnerte die KZ-Gedenkstätte Mauthausen an alle Opfer des Konzentrationslagers. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundeskanzler Karl Nehammer und weitere hochrangige Vertreter der Republik erwiesen den Opfern ihren Respekt.
Zum Festakts zum Gedenken an die Befreiung des KZ Gusen in Oberösterreich reiste die versammelte Staatsspitze an. © APA / BKA / DRAGAN TATIC.
Anders verhalte es sich in der Gegenwart. Hier habe moralisch zu handeln einen Preis und sei mit Risiko verbunden. Die Gegenwart erinnere an die dunkle Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hier gelte es jeder Art von Gewalt entgegenzutreten und nicht wegzusehen, wenn Menschen erniedrigt, misshandelt oder ermordet würden. (apa) Sie mussten dort unter enormem Blutzoll eine unterirdische Stollenanlage errichten, in der die Nazis unter dem Decknamen "Bergkristall" eine geheime Rüstungsproduktion betrieben. Das feierliche Gedenken, zu dem auch zahlreiche weitere Regierungsmitglieder, Vertreter der Klubs von ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos, mehrerer Botschaften sowie von Religionsgemeinschaften und Opferverbänden gekommen waren, hatte am frühen Abend in der Gedenkstätte Mauthausen begonnen, wo die Ehrengäste am Sarkophag Blumen niederlegten und Biografien von Opfern vorlasen. "Die Gedenkkultur hat sich in unserem Land Gott sei Dank in den letzten Jahren stark verändert." Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) forderte, die Ukraine mit allen verfassungsrechtlich möglichen Mitteln zu unterstützen. Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs (ÖVP) meinte, man dürfe dem russischen Angriff nicht tatenlos gegenüber stehen. Das anti-jüdische Ressentiment sei in den vergangenen Jahren sogar offener und selbstverständlicher geworden. Heuer hat schließlich die Republik Österreich einige Flächen und Gebäudereste gekauft, darunter den ehemaligen Appellplatz, den Schotterbrecher und zwei SS-Verwaltungsgebäude. In den kommenden Jahren sollen sie in die bestehende Gedenkstätte Gusen integriert werden. Aber "die Leute, die hier leben, die darf man nicht dafür verantwortlich machen. Die versammelte österreichische Staatsspitze hat Mittwochabend am Areal des ehemaligen KZ Gusen in Oberösterreich der Befreiung des Lagers im Mai 1945 gedacht. "Gusen war in unserer Gedenkkultur nicht so gegenwärtig, wie es hätte sein müssen", räumte Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein. "Nur durch die Initiative vieler, die sich um diesen Ort verdient gemacht haben", sei es möglich, sich dieser Geschichte zu stellen.
"Gusen war in unserer Gedenkkultur nicht so gegenwärtig, wie es hätte sein müssen", sagte Bundespräsident Van der Bellen.
Neben dem Kanzler erinnerten auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Vizekanzler Werner Kogler in ihren ...
In den kommenden Jahren sollen diese Grundstücke unter Einbindung von internationalen, nationalen und regionalen Interessensgruppen gestaltet und in die bestehende Gedenkstätte Gusen integriert werden. Der feierliche Akt begann am frühen Abend in der Gedenkstätte Mauthausen und wurde danach am ehemaligen Appellplatz des KZ Gusen fortgesetzt. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen statt.
Anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen fand am 4. Mai 2022 in Mauthausen eine Gedenkfeier statt. Erstmals gab es auch ein Gedenken im ...
Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. Am Vortag, dem 4. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen fand am 4. „Nun ist die Zeit gekommen, über die Gedenkstätte Mauthausen hinaus zu denken.
Auszug aus der Rede von Vizekanzler Kogler: "Es erfüllt mich mit Demut, dass ich heute hier stehen darf. Das ehemalige Konzentrationslager, an dem wir uns heute ...
Diese Grundstücke sollen in die bestehende Gedenkstätte Gusen integriert werden. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen fand ein gemeinsames Gedenken der Staatsspitze statt. Vizekanzler Werner Kogler verwies in seiner Ansprache an die Verantwortung Österreichs gegenüber den Opfern der Shoah und deren Nachfahren.